In Krisenzeiten wie wir sie aktuell erleben, stellt sich häufig die Frage nach der besten Geldanlageform. Die nachstehenden Geldanlagen bewähren sich im Mix auch während der Krise:

1) Breit gefächerte Aktien

Aktien zählen zweifellos zur riskantesten Anlageform. Instabile Zeiten gehen meist mit Kursverlusten einher. Zu Beginn der aktuellen Pandemie hat der Dax einen Kurssturz von fast 40 Prozent in Rekordzeit erlitten. Erfreulicherweise haben sich die Aktienmärkte aber mittlerweile wieder erholt. Auf Einbruchsphasen folgen nach relativ kurzer Zeit wieder Gegenbewegungen. Häufig wird seit Monaten die Meinung vertreten, in die „Covid-19-Gewinnerbranchen“ (z.B. in Aktien von Pharmaunternehmen) zu investieren. Allerdings gelten Einzelaktien besonders in Krisenzeiten als riskant. Es ist viel lohnenswerter, über ein breit gestreutes Aktiendepot zu verfügen. Je mehr unterschiedliche Unternehmen involviert sind, desto besser.

2) Geldanlagen in Gold

Das edle Metall Gold ist – auch wenn es eine untergeordnete Rolle bei den Kapitalanlagen einnimmt – durchaus reizvoll. Bei Gold macht die Nachfrage den Wert aus. Während einer Krise steigen Goldpreise enorm an. Es wird Sie daher nicht verwundern, dass Gold im August 2020 einen wahren Rekordpreis erreicht hat. Eine Feinunze (die etwa 31 Gramm entspricht) wurde seither mit 2.000 Dollar (ca. 1.700 Euro) gehandelt. Bis Jahresende normalisierte sich der Wert wieder und sank rund 10 Prozent. In Krisenzeiten ist Gold daher für denjenigen interessant, der es bereits besitzt. Der Einstieg ins Goldgeschäft lohnt sich dann weniger. Am Gesamtvermögen empfiehlt sich ein Goldanteil von etwa 10 Prozent.

3) Geldanlagen: Klassisches Sparen?

Das herkömmliche Sparen durch Einlagen auf Sparbüchern, Bausparverträgen oder Sparkonten ist schon seit einigen Jahren wenig lukrativ. Die Zinsen sinken unaufhörlich. Allerdings sind die klassischen Sparformen für „kleinere“ bis mittelpreisige Anschaffungen oder unerwartete Ausgaben unerlässlich. Auch wenn diese Geldanlagen wenig ertragreich sind: In Krisenzeiten, die in vielen Lebensbereichen ohnehin bereits ausreichend Unsicherheit verursachen, geben sie die nötige Verlässlichkeit.

4) Fazit – Geldanlagen in der Krise

Die gute Mischung aus den vorgestellten Geldanlagen ist der Schlüssel zum erfolgreichen Kapitalaufbau. Breit gestreute Wertpapierdepots (verschiedene Aktien, Immobilienfonds, Anleihen) versprechen bei überschaubarem Risiko auf längere Zeit angelegt den gewünschten Ertrag. Das zwar als krisensicher eingestufte Gold sollte wohlüberlegt zum Einsatz kommen. Die klassischen Sparformen sichern (wenn auch fast schon zum Nullzins) Ihre Geldanlage unter jederzeitigen Vermögenszugriff.


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